Strand- und Natururlaub in Ōmi-Maiko am Biwako

Du möchtest gerne gegen die Sommerhitze etwas Schwimmen, aber zugleich die ungewissen Tiefen des Meeres meiden? Dann wird dir der größte See Japans, der Biwako, sicherlich zusagen. Dieser ist mit einer Fläche von 258,8 m² nicht nur der größte Süßwassersee Japans, sondern auch einer der 20 ältesten Seen der Welt. Er liegt in der Shiga Präfektur und sehr nah an Kyōto. Rund um den See sind einige sehenswerte Städte entstanden, die beliebte Ziele für Badeausflüge sind. Wir haben uns 2018 nach Tōkyō einige Tage Auszeit am Biwako genommen, genauer in dem Ort Ōmi-Maiko.

Sicht auf den Biwako vom Strand

Dies war unsere Sicht auf den Biwako direkt am Hotel. Das gegenüberliegende Ufer lässt sich kaum erkennen!

Ōmi-Maiko – umgeben von See und Bergen

Ōmi-Maiko ist eine kleine Ortschaft an der Westküste des Biwako. Sie ist Teil von Ōtsu, allerdings liegt sie etwas abgelegen und bildet das nördlichen Ende. Da der Ort zwischen Bergen und See eingeschlossen ist, gibt es neben dem Badeerlebnis im Biwako natürlich auch viel Natur zu erkunden. Außerdem gibt es in und an der Ortschaft sehr viele Reisfelder und damit einen starken Kontrast zur Großstadt.

Wir sind damals in dem Hotel ホテル琵琶レイクオーツカ (Hotel Biwa Lake Otsuka) untergekommen. Dieses liegt sowohl nah an der Bahnstation der Ortschaft als auch direkt am See, sodass wir keine 5 Minuten zum Wasser brauchten. Das Hotel hat uns sehr gut gefallen und das Personal war sehr freundlich, auch wenn die Kommunikation in Englisch nicht ganz einfach war. Es bietet wie viele Hotels in Japan ein Daiyokujo und damit ein Onsen-ähnliches Erlebnis zur Erholung nach einer langen Wanderung. Zwar war der schönste Strand ein wenig südlicher, etwa 10 Minuten zu Fuß, aber wir würden vermutlich nochmal dieses Hotel buchen.

Reisfelder mit einigen Häusern in Ōmi-Maiko

Ōmi-Maiko ist eine sehr dörfliche Ortschaft mit vielen Reisfeldern.

Anreise

Dank des gut ausgebauten Schienenverkehrs gestaltet sich die Anreise sehr einfach. Wir sind von Tōkyō mit dem Shinkansen zum Bahnhof Kyōto gefahren. Von dort fahren zwei Linien um den Biwako. Die Biwako Linie fährt entlang der Ostseite und die Kosei Line entlang der Westseite. Für Ōmi-Maiko musst du entsprechend die Kosei Linie bis zur Ōmi-Maiko Station nehmen.

Kiesstrand am Biwako

Der Kiesstrand verhindert, dass man noch Wochen später mit Sand zu kämpfen hat.

Strand mit vielen Grillplätzen

Wenn du einfach am Ufer des Biwako entlang schlenderst, kannst du einige Strände und Plätze zum Baden entdecken. Das Wasser war dabei überall sehr klar und erfrischend. Der belebteste Strand war ein wenig südlich, hinter dem Uchi See. Dort findest du einen sehr breiten Kiesstrand mit viel Platz. Es gibt auch viele Schatten-spendende Bäume am Rand des Strands unter denen du Schutz vor der Sonne suchen kannst. Außerdem gibt es einige Grillplätze – die nötigen Utensilien sowie das Grillgut kann man sich an einigen Läden ausleihen/kaufen. Solltest du nicht für dein Essen selbst grillen wollen, gibt es auch viele kleine Fressstände an der Promenade hinter dem Strand. Diese bieten neben ganzen Mahlzeiten auch kleine Snacks wie Karaage an.

Aussicht aus der Gondel zum Berg Horai hoch

Die Gondel auf den Berg Horai hoch war ziemlich schaukelig, aber die Aussicht war hier bereits atemberaubend.

Berg Horai als Aussichtspunkt

Neben der ohnehin schon idyllischen Ortschaft mit ihren vielen Reisfeldern, ragen im Westen von Ōmi-Maiko mehrere Berge hervor. Diese bieten sich für längere Wanderungen oder einfach nur als schöne Aussichtspunkte an. Einer dieser Berge ist der Berg Horai, auf dem auch wir 2018 hoch sind. Obwohl es auch Wanderwege hinauf gibt, haben wir uns den Tag für die Ropeway hinauf entschieden, da wir hauptsächlich die Aussicht genießen wollten. Die entsprechende Ropeway Station befindet sich aber deutlich im Süden von Ōmi-Maiko, sodass es sich anbietet eine Station mit der Bahn Richtung Süden zur Shiga Station zu fahren. Allerdings lohnt sich auch eine Wanderung am Ufer des Biwako entlang.

Aussicht auf Ōmi-Maiko und den Biwako vom Horai

Von der Biwako Terrace hat man eine wunderbare Aussicht über die ganze Region sowie den Biwako.

Biwako Terrace und ein Plateau zum Erkunden

Nachdem man mit der Ropeway oben angekommen ist, landet man direkt an der Biwako Terrace mit einer wunderbaren Aussicht über den Biwako. Weiterhin kannst du dich hier eine Zeit niederlassen und eine Mahlzeit als Stärkung einnehmen, besonders solltest du hochgewandert sein.

Neben der Biwako Terrace gibt es außerdem noch ein langgezogenen Plateau, welches im Winter für Ski verwendet wird. Während der Sommermonate ist es hingegen sehr grün und mit einem Spielplatz in Western Aufmachung ausgestattet. Während wir dort waren, wurden außerdem Touren ins Tal mit Seilrutschen angeboten. Dabei waren auf dem Weg ins Tal mehrere Drahtseile gespannt, an denen man mit einem Geschirr langsam nach unten Rutschen konnte. Aber auch das einfache Erkunden des Plateaus ist schon ein Erlebnis, dank der unglaublichen Aussicht.

Das langezogene Plateau auf dem Berg Horai im Sommer

Das im Sommer grüne Plateau wird bei Schnee für den Wintersport verwendet.

Eigene Meinung

Der Hauptgrund für die paar Tage am Biwako war tatsächlich mein Freund, der auch ein paar Tage Strand haben wollte. Ich hingegen wollte mehr in die Stadt und nur Tagesausflüge machen. Im Nachhinein bin ich allerdings sehr froh über die Tage am Biwako, da der Kontrast zur Großstadt wirklich erfrischend war. Außerdem wirkte die Mentalität der Japaner hier etwas anders als in der Stadt und es sind am Strand auch einige auf uns zugegangen und man hat sich etwas unterhalten. Wir waren Ende August dort, wo die Hauptsaison wohl schon vorbei war, aber leer war es nicht. Besonders im Sommer zur Hauptsaison würde ich den Ort sehr gerne noch einmal für ein paar Tage besuchen.

Weitere Tipps und Aktivitäten findest du im Artikel zum Sommer in Japan.

One Response to “Strand- und Natururlaub in Ōmi-Maiko am Biwako

  • Bei dem Artikel kommen schöne Erinnerungen an den Biwako wieder zurück.Der Aufenthalt am Biwako war erholsam ,abwechslungsreich,und wie ein Besuch auf nem andern Stern und unvergesslich. Man hat hier totale Ruhe fast kein Strassenverkehr und einen angenehm warmen kristallklaren See mit Pinien und sogar Kontakt zu einheimischen .

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