Ausflug zu den Minoo Wasserfällen in Ōsaka

Du bist in Ōsaka und möchtest für ein paar Stunden der Großstadt entfliehen? Oder möchtest du die Kalorien der lokalen Köstlichkeiten bei einem Spaziergang abarbeiten? Dann empfehle ich einen Besuch im Minoo Park! Dieser bietet ein natürliches Erholungsgebiet nördlich der Stadt und ist zusätzlich der Top Spot der Präfektur für das Bewundern des Herbstlaubs. Zudem stellt der 33m hohe Wasserfall ein besonderes ganzjähriges Highlight dar.

Foto des Wasserfalls in Minoo.

Das Highlight im Minoo Park ist der 33m hohe Wasserfall.

Der Minoo Naturpark mit Wanderweg

Die Stadt Minoo ist in ungefähr 30 Minuten von der Umeda Station im Zentrum Ōsakas erreichbar. Die Verbindung erfolgt über die Hankyū Linie, die leider nicht im JR Rail Pass inbegriffen ist. Pro Strecke musst du so mit etwas unter 300 Yen Gebühren rechnen. Die beste Besuchszeit ist in der zweiten Novemberhälfte, wenn sich die Ahornbäume im Park rot färben. Da der Minoo Park einer der beliebtesten Parks im Herbst ist, musst du jedoch mit einer hohen Anzahl an Besuchern rechnen. In der Nebensaison ist der Parkbereich eher ruhig und nur mäßig besucht.

Foto Ahornblätter

Die Stadt und der Park Minoo sind berühmt für eine große Anzahl an Ahornbäumen. Im Herbst färben sich deren Blätter rot und locken viele Besucher an.

Um von der Minoo Station zu dem berühmten Wasserfall zu gelangen musst du etwa eine Strecke von 3 Kilometern zurücklegen. Diese eignet sich dabei auch für Sportmuffel, da es kaum Steigung gibt und man so gewöhnlich nur unter einer Stunde für den Weg benötigt. Falls dir das zu wenig Bewegung ist, findest du im Park einige Weggabelungen, die zu Aussichtspunkten führen. Bereits ab der Bahnstation ist der Weg in den Park gut ausgeschildert und nach einigen Metern durch die Stadt bist du von der Natur umgeben. Gerade am Parkeingang befinden sich einige traditionelle japanische Häuser und Restaurants. Im weiteren Verlauf findest du noch einige kleine Läden, die Snacks und Getränke anbieten. Während der Nebensaison können diese jedoch geschlossen sein.

Shops im Minoo Park

Im Park und direkt am Wasserfall befinden sich einige Shops, die vorwiegend Snacks und Getränke anbieten.

Wasserfall und Sehenswürdigkeiten

Die erste Sehenswürdigkeit auf dem Weg ist der Ryuanji Tempel. Durch die schöne Lage im Park und den Zugang durch eine kleine rote Brücke bietet der Tempel einen netten Anblick. Wirklich bekannt ist er jedoch dafür im 17. Jahrhundert als erstes eine Lotterie in Japan angeboten zu haben. So konnten Gläubige ihren Namen in eine Box werfen, um einen Glücksbringer zu gewinnen. Andere interessante Stationen auf dem Weg sind ein kleiner Bereich mit Kirschbäumen sowie ein Museum für Insekten.

Foto Ryuanji Tempel

Während unseres Ausflugs konnte man am Ryuanji noch deutlich die Schäden des Taifun Jebi sehen.

Trotz dieser Sehenswürdigkeiten bleibt der 33m hohe Wasserfall wohl das Highlight des Besuchs. Nachdem du angekommen bist kannst du dich an einem kleinen Stand mit allerlei Snacks versorgen und diese gemütlich auf Bänken vor dem Wasserfall genießen. Zumindest wenn dir die frechen Affen keinen Strich durch die Rechnung machen. Während unseres Aufenthalts haben wir miterlebt, wie ein Affe ein Bento geklaut und genüsslich verspeist hat. Diese Tiere können durchaus aggressiv sein, weswegen du dich nicht mit ihnen anlegen solltest. Im Minoo Park ist zudem das Füttern der Affen verboten.

Affe mit gestohlenem Bento.

Nachdem erfolgreich ein Bento gestohlen wurde, verspeist der Affe selbiges genüsslich am Rand des Wasserfalls.

Das Stadtgebiet von Minoo

Die Stadt Minoo hat zwar über 100.000 Einwohner, wirkt aber insgesamt recht ruhig und gemütlich. Dementsprechend gibt es allerdings auch abseits des Parks eher wenig zu sehen. An der Touristeninformation steht ein Fußbad bereit, welches man in der Nebensaison gratis nutzen kann. Lediglich für das Leihen von Handtüchern wird eine Gebühr berechnet. Direkt an der Information gibt es auch einen imposanten Aufzug, der scheinbar zu einem Hotelkomplex inklusive Spa-Anlage führt.

Aufzug in Minoo

Dieser beeindruckende Aufzug befindet sich nahe der Touristeninformation in Minoo.

Das Symbol der Stadt ist ein Ahornblatt. Dieses gibt es nicht nur als Anhänger zu kaufen, sondern auch als Snack namens Momiji Tempura. Die Blätter werden dabei in Teig eingehüllt und anschließend frittiert. Neben abgepackten Souvenirs gibt es bereits auf dem Weg zum Park einige Stände, welche die frittierten Blätter frisch für dich zubereiten. Ich finde, dass die frittierten Blätter sehr knuffig aussehen, der Geschmack war jedoch nichts Besonderes.

Foto vom Fritiervorgang der Ahornblätter

Die Spezialität in Minoo sind frittierte Ahornblätter. An den Straßen findest du einige Läden, die sie direkt frisch zubereiten.

Persönliche Meinung

Ich war in der Nebensaison kurz vor der Kirschblüte im Minoo Park und habe den Ausflug sehr genossen. Zu dieser Jahreszeit waren nur wenige Besucher unterwegs, jedoch waren daher auch viele Läden im Park geschlossen. Glücklicherweise konnten wir direkt an den Wasserfällen dennoch einige Snacks erwerben und so eine gemütliche Pause einlegen. Überrascht war ich von einem frechen Affen. Nachdem dieser bereits ein Bento gestohlen und komplett aufgefressen hat, ist er direkt wieder zu den Besuchern gelaufen und hat versucht noch mehr Nahrung abzugreifen.

Weitere Ideen für deine Reise findest du in unserem Artikel zu Ōsaka.

Foto von Softeis vor dem Minoo Wasserfall

Als wir am Wasserfall angekommen sind, haben wir uns erstmal mit Leckereien versorgt.

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