Süß und lecker – meine 5 liebsten Besuche in Themencafés

Themencafés kombinieren Japans knuffige Popkultur mit niedlichen Leckerbissen. Passend zum dargestellten Thema werden so Interieur und Speisen dekoriert, sowie Merchandise bereitgestellt. Ich persönliche liebe besonders Cafes zu Anime, Games und niedlichen Dingen. In diesem Artikel gebe ich dir einen Überblick zu meinen bisherigen Lieblingsthemencafés.

Foto eines Pikachu Dessert im Pokemon Cafe

In Japan gibt es Cafés zu den verschiedensten Themen der Popkultur wie Pokémon, aktuellen Anime-Serien und niedlichen Dingen.

Animate Cafés zu aktuellen Animeserien

Die Cafés der Kette Animate spezialisieren sich – wie der Name schon vermuten lässt – auf Anime-Serien. Dabei wechseln die Kollaborationen regelmäßig, sodass sich Dekoration, Gerichte und Merchandise ständig ändern. Mir gefällt besonders, dass es häufig Menüs zu sehr aktuellen Anime gibt und so das Angebot zu laufenden Serien passt. Im Januar war ich beispielsweise in einem Café zur Serie My Hero Academia, während gerade die vierte Staffel im japanischen Fernsehen lief. Zusätzlich gibt es einiges an Merchandise und die Gerichte sind gewöhnlich sehr niedlich dekoriert. Ein Nachteil sind lediglich die kleinen Portionsgrößen und der eher durchschnittliche Geschmack. Mehr zu Animate Cafés berichte ich in einem vollständigen Artikel.

Foto von Getränken und Essen im Animate Cafe.

Animate Cafés bieten meist Kollaborationen zu aktuellen Serien – inklusive passender Dekoration und Merchandise.

Pokémon Café – Niedliches Essen und Pikachu-Performance

Eines der beliebtesten Themencafés überhaupt ist das Pokémon Café. Neben Vollblut-Otaku besuchen auch gerne Familien mit jungen Kindern das Café. Mir gefallen besonders die wechselnden saisonalen Speisen und die niedlichen Dekorationen im Café. Das absolute Highlight ist jedoch jedes Mal der Besuch eines Pokémons. Dieses führt zu niedlicher Musik ein kleines Tänzchen vor und im Anschluß darf man dem Pokémon noch die Hand schütteln. Meistens tritt dabei ein Pikachu auf, einmal habe ich bisher ein Evoli getroffen.

Aufgrund der Beliebtheit gibt es inzwischen Standorte des Cafés in Tōkyō und Ōsaka. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass es mir in Tōkyō deutlich besser gefallen hat als in Ōsaka. Das Pokémon Café in Ōsaka ist weniger dekoriert, die Musik war unangenehm laut und insgesamt war es sehr eng. Pikachu musste sich so regelrecht duch die Tischreihen drängeln… Falls ich dein Interesse wecken konnte, findest du hier mehr zum Pokémon Café.

Pikachu besucht das Pokemon Cafe in Osaka.

Das hier gezeigte Pokémon Café in Ōsaka empfinde ich tatsächlich als weniger empfehlenswert, da es sehr eng und verwinkelt ist. Das Gegenstück in Tōkyō ist dafür grandios.

Tokyu Hands – Themencafés im Kaufhaus

Die Kaufhäuser der Kette Tokyu Hands bieten ein weit gefächertes Angebot mit Fokus auf Do-It-Yourself Produkten. Obwohl sie so grundsätzlich gar nicht viel mit der japanischen Popkultur zu tun haben, kannst du in den Cafés des Kaufhauses regelmäßig Anime-Kollaborationen finden. Ich finde das thematisierte Essen in den Cafés lecker, ungemein knuffig und die Portionen angemessen. Die Dekoration im Café ist meist etwas schlichter und Aufsteller können auch im ganzen Geschäft verteilt sein. Während meinen Besuchen in Shibuya war ich so extra motiviert das ganze Kaufhaus zu durchsuchen und Fotos der Illustrationen von meinen Lieblingscharakteren zu machen. Informationen zum aktuellen Menü und Kollaborationen findest du auf dem Facebook-Profil der Tokyu Hands Cafés (japanisch).

Pancakes und Pafait zum Thema My Hero Academia in Shibuyas Tokyu Hands Cafe.

In Tokyu Hands Café gibt es regelmäßig Kollaborationen, wie hier zum Thema My Hero Academia.

Kirby Café – Leckereien in Pastellfarben

Das Kirby Café befindet sich am Skytree in Tōkyō und bietet ein niedliches Ambiente mit verschiedenen Dekorationen. Im Innenbereich steht so der Baum Whispy Woods sowie einige kleinere Kirby-Figuren. Das Essen ist sehr niedlich, sehr lecker und sehr teuer. Zum Teil begründet sich der hohe Preis zumindest dadurch, dass viele Gerichte direkt mit Boni wie Tellern, Bento-Boxen oder Tassen angeboten werden. Ich war mit dem Café-Besuch extrem zufrieden, wobei ich es wegen des hohen Preises nicht zu häufig besuchen würde. Da das Kirby Cafe sehr beliebt ist, solltest du vorher über die offizielle Webseite (japanisch) reservieren.

Nachtisch im Kirby Cafe

Das Kirby Café hatte zu meinem Besuch ein unglaublich hübsches Menü. Ich hätte am liebsten einfach alles probiert.

Sumikko Gurashi Themencafé mit Plüschtieren auf dem Fließband

Ich bin erst vor kurzem auf Sumikko Gurashi und deren super süße Charaktere aufmerksam geworden. Als ich dann zufällig über ein Sumikko-Café in Ōsaka gestolpert bin, musste ich sofort rein! Die Dekoration des Cafés war dabei echt knuffig: Auf einem Laufband wurden verschiedene Charaktere als Plüschtiere und Figuren ausgestellt. Die Collaborations-Gerichte haben mich dafür nicht zu 100% überzeugt und ich habe mich für ein Erdbeerparfait aus der normalen Karte entschieden. Dieses war dafür unglaublich gut und frisch. Das Cafe wird leider nur im Rahmen einer kurzzeitigen Kollaboration mit dem Season &Co.(japanisch) in Osaka angeboten.

Ein Getränk im Sumikko Gurashi Cafe mit Dekorationen im Hintergrund

Im Sumikko Gurashi Café war das Highlight eindeutig das Laufband mit den knuffigen Plüschtieren.

Was sich ebenfalls lohnen könnte…

Ich wollte eigentlich nur meine Top 5 Besuche vorstellen… aber Themencafés sind einfach zu cool! Falls dir diese Auswahl nicht zusagt, findest du in Japan viele weitere süße Cafés. Beispielsweise gibt es das Square Enix Café mit Standorten in Tōkyō und Ōsaka oder die Ufotable Cafés zum gleichnamigen Animationsstudio. Falls du eher ausländische Serien magst, aber nicht auf niedliche Speisen verzichten möchtest, findest du verschiedene Cafés zu Shaun das Schaf, den Moomins und Snoopy. Ebenfalls bieten viele Vergnügungsparks wie die Universal Studios Japan, Tōkyō Dome City und die Toei Studios jeweils wechselnde Menüs zu aktuellen Kollaborationen. Eine weitere Alternative bieten Maid Cafés, in denen nicht nur die Speisen sondern auch die Bedienung super knuffig aussehen. Eine riesige Auswahl findest du beispielsweise in Akihabara. Zu guter Letzt geht es auch weniger bunt und Popkultur-lastig. Im Katzencafé Yanakado gibt es so schlichte Deko und Leckereien im Katzenlook ohne echte Vierbeiner.

Dessert und selbstbemalte Katze in Yanakado

Im Katzencafé in Yanaka kann man seine eigene Winkekatze bemalen und niedliche Süßspeisen genießen. Echte Katzen gibt es jedoch nicht.

Warst du schon einmal in einem Themencafé? Erzähl’ uns davon in den Kommentaren!

Natürlich sind Themencafés lange nicht alles, was Japan für Otaku zu bieten hat. Weitere Ideen zu Otaku-Aktivitäten findest du hier.

Burger und Mapo Tofu im Tokyu Hands Cafe.

Tatsächlich gibt es in den meisten Themencafés auch einige herzhafte Optionen, wie hier im Tōkyō Hands Café.

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