Besser als erwartet – 5 positive Überraschungen auf Japanreise

Natürlich versucht man auf jeder Reise das beste herauszuholen. Dementsprechend stehen häufig allerhand beliebte und empfohlene Sehenswürdigkeiten auf dem Reiseplan. Schließlich möchte man nichts verpassen und insbesondere nicht enttäuscht werden. Ich selbst habe dennoch regelmäßig Ziele, bei denen ich eher unsicher bin, ob sie sich überhaupt für mich lohnen. Häufig genug sind die Attraktionen dabei am Ende besser als erwartet. Meine 5 größten Überraschungen stelle ich dir hier vor.

Foto der Toppings im Cup Noodles Museum.

Das Highlight im Cup Noodles Museum ist das Erstellen einer eigenen Sorte, aber auch die Ausstellung und das Cafe haben einen hohen Unterhaltungswert.

Cup Noodles Museum Yokohama – Verrückt und etwas überheblich

Über das Cup Noodles Museum wusste ich nur, dass man sich seine eigene Sorte zusammenstellen kann. Als riesiger Aufgießnudel-Fan musste ich also im Museum vorbeischauen, obwohl ich keine großen Erwartungen hatte. Tatsächlich ist das Museum aber so typisch schrill und übertrieben japanisch gehalten, dass ich enormen Spaß hatte. In der Dauerausstellung kann man so anschaulich miterleben wie der Erfinder der Cup Noodles, Momofuku Ando, quasi das ganze Land vor einer Hungersnot gerettet hat – natürlich voller Übertreibungen und niedlichen Maskottchen. Bei der Erstellung seiner eigenen Cup Noodles wird man dann stark mit eingebunden und muss den Becher selbst bemalen und in einer Plastiktüte versiegeln. Zu guter Letzt gibt es noch ein kleines Cafe, in dem verschiedene Nudelsorten und Desserts angeboten werden. Ich hatte dort ein kleines Softeis mit echten Cup Noodles Toppings, nicht unbedingt lecker, aber zumindest unvergleichlich! Das Museum ist nicht zu groß und lässt sich super in einen Tagesausflug nach Yokohama integrieren. Infos zu Preisen und Öffnungszeiten gibt es auf der offiziellen Internetseite (engl.).

Teil des traditionelen Sets im Toei Studio Park.

Im Toei Studio Park befindet sich der Nachbau einer alten japanischen Stadt, die als Filmset genutzt wird.

Toei Studio Park in Kyoto – Altstadt und Geisterhaus

In Kyoto gibt es unzählige kulturelle Sehenswürdigkeiten, so dass wohl kaum jemand auf die Idee kommt dort einen Freizeitpark zu besuchen. Selbst ich bin nur dort gelandet, weil ich mir die Kooperation mit My Hero Academia ansehen wollte. Grundsätzlich bin ich davon ausgegangen schnell weiterzuziehen und nicht viel Zeit im Park zu verbringen. Tatsächlich gab es aber doch mehr zu sehen, als ich dachte. Im Hauptgebäude hat mir die Ausstellung zu typischen japanischen Superhelden wie Kamen Rider und den Super Sentai inklusive Fotospots besonders gefallen. Im Außengelände befindet sich der Nachbau eines traditionellen Dorfes, welches als Drehort für TV-Shows genutzt wird. So konnten wir während unseres Besuches einige Dreharbeiten mitverfolgen. Das eigentliche Highlight war jedoch das Geisterhaus, welches einfach wirklich gut gemacht und gruselig war. Zu unserem Besuch war es zudem sehr leer, wodurch wir den Park besonders genießen konnten. Mehr Infos findest du auf der offiziellen Webseite (engl.).

Achterbahn mit Loopings im Nagashima Spa Land

Das Nagashima Spa Land bietet viele Achterbahnen und andere adrenalingeladene Fahrgeschäfte.

Nagashima Spa Land – Achterbahnen und Feuerwerksshow

Hätte ich mir vor dem Aufenthalt in Nagashima Spa Land Berichte durchgelesen oder auch nur die Webseite besucht, wäre es eventuell nicht auf dieser Liste gelandet. Da ich aber noch nie etwas davon gehört habe und eine Freundin den Besuch geplant hat, bin ich vollkommen überrascht wurden. Der Park gliedert sich grundsätzlich in 3 Bereiche – Einen Vergnügungspark, einen Wasserpark und ein Spa. Wir waren davon nur im Vergnügungspark, aber der hat bereits mehr als überzeugt. Die Top Attraktion ist eine fast 100m hohe und ernsthaft beeindruckende Achterbahn. Aber auch die kleineren Fahrgeschäfte haben mir viel Spaß gemacht und bieten reichlich Abwechslung. Als besonderes Sommer-Event gab es am Abend ein vollwertiges japanisches Feuerwerk mit einer Länge von mehr als 30 Minuten. Trotzdem war im Park recht wenig los und wir mussten nicht viel anstehen. Alles in allem ein perfekter Tag. Auf der offiziellen Webseite (jp.)  findest du mehr Fotos und Hinweise.

onsen_odaiba_außenbereich

Im Oedo Onsen Monogatari gibt es nicht nur typische Badebecken, sondern auch einen gemeinschaftliches Fußbad im Außenbereich.

Oedo Onsen Monogatari auf Odaiba – Heiße Quellen und Yukata

Wie im Toei Studios Park war ich eigentlich nur wegen einer My Hero Academia Kooperation im Oedo Onsen. Ich mag zwar Onsen, da ich aber mit meinem Mann reise ist die Geschlechtertrennung nervig. Alleine langweile ich mich einfach zu schnell im Badewasser. Im Oedo Onsen gibt es zum Glück mehr Unterhaltung als nur das Baden. So gibt es ein gemeinschaftliches Fußbad im Außenbereich, einen Jahrmarkt mit Spielen und einige Restaurants. Zudem ist im Eintrittspreis bereits die Leihgebühr für einen Yukata enthalten und die ganze Anlage ist im Stil der Edo Epoche gehalten. Dadurch ist das ganze Flair des Onsens extrem angenehm. Wenn du auf Odaiba etwas Entspannung möchtest, ist es also eine perfekte Option. Einen vollen Bericht zum Oedo Onsen Monogatari findest du hier.

Kimetsu no Yaiba auf der Jump Festa 2019

Unter den Ausstellungsstücken auf der Jump Festa ist dieser Aufbau von Aufstellern und dem Trailer von Kimetsu no Yaiba einer meiner Favoriten gewesen.

Jump Festa 2019 – Messe zu Anime und Manga der Shonen Jump

So sehr ich Anime auch liebe, Conventions sind nicht unbedingt etwas für mich. Meistens ist es mir einfach zu voll und anstrengend. Der Jump Festa habe ich trotzdem eine Chance gegeben, alleine schon weil sie gratis ist und ich aktuell viele Manga aus der Shonen Jump lese. Zunächst habe ich mich an der Schlange für Merchandise angestellt, aber nach einer Weile aufgegeben. Da ging es einfach überhaupt nicht voran. Obwohl ich damit das ganze eigentlich schon abschreiben wollte, hat mich mein Mann überzeugt der Ausstellung noch eine Chance zu geben. Trotz des kostenlosen Eintritts sind wir hier sofort in die Halle gekommen und zumindest am Vormittag war es nicht zu voll. Im Inneren gab es dann einiges zu sehen und erkunden. Besonders gefallen haben mir die verschiedene Ausstellungsstücke, Fotospots und gratis Goodies. Im Endeffekt war es so lustig, dass ich in Betracht gezogen habe, am 2. Tag nochmal vorbeizugehen.

Das waren meine 5 größten Überraschungen. Falls dir das zu positiv war, empfehle ich einen Blick auf meine 5 größten Enttäuschungen.

Was war dein positivstes Erlebnis auf Japanreise? Erzähl’ uns davon in den Kommentaren.

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